Um den 1909 m hohen Berg, von dem man bei schönem Wetter fast einen Viertel der Fläche Frankreichs überblicken kann, ranken sich viele Geschichten. Sein Name leitet sich wahrscheinlich von "Mons Ventosus" (lat. "Windiger Berg") ab. Eine andere Interpretation ist das altkeltische Wort "went", was soviel wie "Berg" bedeutet. Der Gipfel ist einer der wenigen Orte, von denen man bei sehr gutem Wetter gleichzeitig das Mittelmeer und die höchsten Gipfel der Alpen und der Pyrenäen sehen kann. Die UNESCO erklärte 1990 den Mont Ventoux zum Biosphärenreservat, um das Überleben der Pflanzenvielfalt langfristig zu sichern.
Bis in den Mai hinein kann es auf dem Ventoux schneien. Das ganze Jahr hindurch muss man allerdings mit einem starken und besonders im Sommer sehr kalt wirkenden Wind rechnen. Die aus vielen Blickrichtungen kegelförmig scheinende, weithin sichtbare und imposante Gestalt des Berges, hat ihm in den Augen vieler Einheimischer und Besucher besondere Bedeutung verliehen. Berühmtheit erlangte der Berg auch durch die Tour de France, die seit 1951 immer wieder dort hinaufführt. An den Tod des engl. Radprofis Tom Simpson, der wegen Erschöpfung und Dopings auf dem Gipfel verstarb, erinnert heute ein Denkmal.
Zum Mont Ventoux gelangt man entweder von Vaison-la-Romaine Richtung Malaucène oder von Carpentras Richtung Bédoin oder dann von Sault Richtung Chalet Reynard. Der schwerste der Anstiege (von Bedoin im Südwesten) überwindet auf rund 21 km mehr als 1600 Höhenmeter bei einer durchschnittlichen Steigung von 7,6 Prozent. Hier werden auch Automobil-Bergrennen ausgetragen, jedoch nicht mehr ganz bis zum Gipfel, sondern nur noch bis zum Chalet Reynard. Da der Mont Ventoux auch überschritten werden kann, hat der Gipfel auch einen Passnamen: "Col des Tempêtes" (Pass der Stürme). Die Ostseite ist die leichteste Route (26 km / 1150 Höhenmeter / Steigung 4,5 Prozent).
Auch für Wanderer bieten sich immer noch viele Möglichkeiten, den Mont Ventoux abseits der Touristenstrasse zu erklimmen. Die meisten kreuzen sich am „Balcon Nord“ des Mont Ventoux.
Weitere Infos zu diesem auch philosophisch und geschichtlich interessanten Berg siehe Links!
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