Hauptmotiv, an einem Samstag-Vormittag nach Uzès zu fahren, ist sicher der unvergleichlich schöne und lebendige Markt, wo die Lebensfreude auf Schritt und Tritt mitflaniert. Hier findet man nicht nur Lebensmittel aller Art, sondern wirklich spezielle Trouvailles (Kleider, Mode, Stoffe, Kunsthandwerk, Krimskrams, Nippsachen), denen man sonst kaum so leicht begegnet. Dass dieser Markt im historischen Teil von Uzès stattfindet, macht den Ausflug doppelt interessant. Zahlreiche Bistros und Cafés unter Arkaden oder mitten in der Fussgängerzone laden zu Pausen im Markttreiben. Es lohnt sich auch wegen der Parkplätze, früh dort zu sein, am besten schon um 8 Uhr.
Unter der Woche kann man dann das wahre Uzès mal in Ruhe kennenlernen, seine schönen Plätze, Kirchen und anderen historisch wertvollen Bauten. Auch die vielen Boutiques und Galerien haben dann mehr Charme.
Wie hat eine so fröhliche Stadt entstehen können? Die Antwort liegt am Fuss der Stadt im kleinen Tal Eure, wo das gleichnamige Flüsschen entspringt. Während der Römerzeit versorgte dieses Flüsschen die Stadt Nîmes über einen Aquädukt mit Trinkwasser. Das markanteste und berühmteste Bauwerk dieser Wasserleitung ist der Pont du Gard. Mit dem Bau des Pont du Gard wuchs die Bedeutung von Uzès. Im 5. Jh. wurde die Stadt sogar Bischofsitz und blieb es bis zur Französischen Revolution. Wahrzeichen des Städtchens sind die Campanile (Tour Fenestrelle) der Kathedrale St. Théodorit, die Kirche Saint-Etienne, das Château des Ducs d’Uzès und seine zahlreichen anderen Türme. Seit 1965 werden diese Bauten kontinuierlich restauriert.
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