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Châteauneuf
Region: Orange
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Der Begriff, der alleine schon klingt wie ein Gedicht von Jean-Baptiste Rousseau, zaubert nicht nur bei Weinliebhabern ein genüssliches Lächeln ins Gesicht.

Das Dorf im südlichen Rhônetal mit seinen 2100 Einwohnern liegt zwischen Avignon und Orange im Département Vaucluse. 1094 erstmals als castro novo erwähnt, erhielt der Ort 1213 die Bezeichnung Châteauneuf Calcernier. Dieser Name bezieht sich auf die bedeutende Kalkproduktion und blieb bis 1893 die offizielle Bezeichnung. Châteauneuf erfuhr durch die Päpste von Avignon im 13. und 14. Jahrhundert einen grossen Aufschwung. Die Ruine des Schlosses, das von Johannes XXII von 1318 bis 1333 erbaut worden ist, thront noch heute als Wahrzeichen von Châteauneuf-du-Pape über dem Ort. Erst 1791 kam Châteauneuf zu Frankreich, bis dahin gehörte es zum unabhängigen Territorium der Bischöfe und Erzbischöfe von Avignon.

Heute ist Châteauneuf-du-Pape vor allem für den Rotwein bekannt. Die Rebsorte Grenache fühlt sich hier wegen den durchschnittlich 2800 Sonnenstunden pro Jahr besonders wohl. Dazu kommt die Wärme, die von den groben Kieselsteinen tagsüber gespeichert und nachtsüber abgegeben wird. Die Grenache trägt mit rund 70 % den grössten Teil zur Traubenernte bei.

Die Weine sind vergleichsweise säurearm und erfreuen Geniesser der ganzen Welt mit Aromen reifer Früchte und Gewürze sowie mit harmonisch eingebundenen Röstnoten. Der äusserst niedrige zugelassene Höchstertrag von 35 Hektoliter pro Hektare steigert die Qualität des Weines zusätzlich. Trotz des geringen Tanningehaltes sind selbst kleine Jahrgänge 10 Jahre lagerfähig. Spitzenweine reifen gar über mehrere Jahrzehnte.

Ein Besuch in Châteauneuf lässt sich gut mit einem Abstecher nach Avignon, Orange, Vaison la Romaine etc. verbinden.

www.tourisme.fr/office-de-tourisme/chateauneuf-du-pape.htm