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Aiguèze
Region: Ardèche
über Bilder fahren für Grossansicht

An einem Dorf, in dem der Absinth um 1750 erfunden wurde, kann man nicht ohne schlechtes Gewissen vorbeifahren. Eine Steintafel an einem schmucken Haus verrät mehr über diese grosse Tat von Honoré Agrefoul, die sich als Pastis zum nationalen Apéro durchgemausert hat (siehe Bild).
Aiguèze ist aber auch für Abstinenzler immer einen Umweg wert und sogar zwingend mit einem Besuch der Gorges de l’Ardèche zu verbinden. Aiguèze liegt gegenüber St. Martin d’Ardèche am anderen Ardèche-Ufer. Von St. Martin kann man den alten Bergfried, seinen Turm mit Fallgatter, den Glockenturm und den Wachgang der ehemaligen Festung besonders schön sehen. Über eine lange schmale Hängebrücke erreicht man das Dorf bequem. Hier öffnet sich die Ardèche-Schlucht und verliert sich ins Rhônetal.
Im Dorf angekommen, ist man von der Atmosphäre des Ortes eingenommen, vom Nebeneinander von steinernem Gemäuer und Felsen, von der erstaunlichen Großzügigkeit des Platzes in einem derart kleinen Dorf, von der Ausstrahlung der alten Häuser, die nach und nach renoviert werden und von der Ruhe in den bogenüberwölbten Gassen.
Die Grand Rue hat noch ihre alten Pflastersteine, und einige Häuser stammen noch aus der Renaissance. Die an die Felswand geschmiegte Kirche mit einem schönen Portal wurde im frühen 16. Jahrhundert erbaut, wunderschön, im Inneren liebevoll restauriert. Von der unter Karl Martell erbauten Festung haben nur drei Türme mit Zinnen der Zeit getrotzt.

Weitere Infos unter:

de.wikipedia.org/wiki/Aigu%C3%A8ze